AXUM Empire

 

CASCASE (Kaskase)

Kurzzusammenfassung: Cascase zählt zu der ersten präaxumitischen Phase, sprich in der Zeit vor dem 3. Jahrhundert v. Chr., als gute Verbindungen und Einflußnahme vom Reich der Sabäer im heutigen Jemen ausging. In Cascase liegen vier Obelisken.

 

Lokalisation: Cascase liegt einwenig links abseits der Straße von Adi Keih (Adi-Keyh) nach Senafe (Sen�afe), ca. fünf Kilometer vor Senafe.

 

Wegbeschreibung: Von der Hauptstadt Eritreas, Asmara, aus, ist Cascase in ein oder zwei Tagen zu erreichen. Bei öffentlichen Verkehrsmitteln muß mit zwei Tagen gerechnet werden. Mit dem Überlandbus erreicht man Adi Keih von Asmara aus in wenigen Stunden. Von Adi Keih nimmt man sich einen der Minibusse nach Senafe und steigt nach ca. 20 Kilometern auf der linken Seite aus. Ebenso kann man von Senafe aus einen Minibus nach Adi Keih nehmen. Bitten Sie den Busfahrer oder einen der mitreisenden Einheimischen dafür zu sorgen, daß der Bus bei Cascase für Sie hält. Erwarten Sie aber kein Dorf oder eine sonstige Ansiedlung. Bei Cascase handelt es sich um eine eng begrenzte Landschaftsbezeichnung. Die Überreste des historischen Cascase liegen in Sichtweite der geteerten Straße in den Kornfeldern und Kaktushainen versteckt. Die Obelisken liegen ca. 250 bis 300 Meter weit von der Straße. Fragen Sie Einheimische, die vielleicht gerade bei der Feldarbeit sind. Die Überreste der vier Obelisken liegen im Umkreis von ca. 50 bis 100 Metern. Um wieder zurück zu kommen, gehen Sie über die Felder zurück (einen Weg gibt es ja leider nicht) zur Straße. Von dort aus können Sie zu Fuß in einer Stunde nach Sen�afe kommen, oder Sie halten ein vorbeikommendes Kraftfahrzeug an, das Sie nach Sen�afe oder Adi Keih bringt. Es gibt noch einen weiteren Weg von Cascase nach Sen�afe, dazu benötigen Sie aber einen einheimischen Führer. Dieser Weg ist aber kaum mit Kraftfahrzeugen zu befahren und endet vorzeitig.

 

Besuchsgenehmigung: Offiziell ist eine Erlaubnis für den Besuch von Cascase einzuholen (siehe auch Axum Empire Homepage), die Vorort vorzulegen ist, d. h. dem Besitzer der Felder, auf denen die Obelisken liegen.

 

Unterkunft & Versorgung: Ohne weiteres empfiehlt sich Adi Keih oder Senafe mit ihren Hotels und Gaststätten. Als Ausgangspunkt für den Besuch von Toconda, Haneba und Cohaito bietet sich auf jeden Fall Adi Keih an. Für den Besuch von Cascase und Matara empfiehlt sich Senafe. Fließend Wasser ist vorhanden. Elektrischer Strom liefert ein zentraler Dieselgenerator in der Stadt für die Abendstunden.

 

TIP: Wer Cascase besucht kann auch einige neuzeitliche Einritzungen (zum Teil noch aus italienischer Zeit) im gewachsenen Felsen im Gehöft der nächsten Behausungen der Bauern besuchen. Auch die Bergwelt zwischen Cascase und Senafes ist lohnenswert und die Aussicht gigantisch. Für beide Entdeckungstouren empfiehlt sich ein einheimischer Führer.

 

Die Obelisken von Cascase

Insgesamt sind es vier gefallene Obelisken mit je einer ungefähren Länge von sieben Metern. Drei der Obelisken standen wohl mal in einer Linie, vielleicht der vierte ursprünglich auch(?).

Ein Obelisk ist ganz erhalten. Auffällig ist, daß seine Oberkanten abgeschliffen sind (siehe Bild 1 von Cascase), im Gegensatz zu den anderen Obelisken. An den Flächen der Enden ist je eine Einhöhlung. Auf der Oberseite sind neuzeitliche Einritzungen von Buchstaben.

Der zweite Obelisk ist in drei Teile zerbrochen (siehe Bild 2 von Cascase).

Der dritte Obelisk liegt abseits von den drei anderen unter Kakteen verborgen (siehe Bild 5 von Cascase). Er ist in fünf Teile gebrochen. Ein Stück trägt eine antike Inschrift auf der Oberseite (siehe Bild 4 von Cascase).

Der vierte Obelisk im Bunde ist in insgesamt sieben Teile zerbrochen (siehe Bild 3 von Cascase).

Hier und dort finden sich Tonscherben von Krügen.

 

(c) by Böck