Echt oder geflscht?

Testen Sie Ihren Pentium-II-Rechner

Seit 1994 berichtet c't ber geflschte Prozessoren, die in immer
neuen Varianten auf den Markt kamen. Die aktuelle Welle besteht vor
allem aus Pentium-II-233 oder Pentium-II-266, die mit nachgemachtem
Gehuse als 300-MHz-Typen verkauft werden. Bei dieser Variante gibt
es die einmalige Gelegenheit, die Flschung per Software zu
entlarven.

c't-Redakteur Andreas Stiller hat ein Testprogramm entwickelt, mit
dem Sie selbst Ihren Rechner prfen knnen: ctP2infw ermittelt die
interne Konfiguration des Pentium II und klrt insbesondere, ob die
Fehlerkorrektur (ECC) vorhanden und eingeschaltet ist. Auf diese
Weise lassen sich bertaktete und eventuell geflschte
Pentium-II-300 entlarven.

Echte 300-MHz-Prozessoren verfgen gem Intel-Spezifikation immer
ber ECC (Intel Pentium II Specification Update, Intel #243337),
266er und 233er im Regelfall nicht. Es gibt zwar (selten) auch
266-MHz-Prozessoren mit ECC, die sind aber zu teuer und lohnen sich
daher fr die Flscher nicht. Wenn das Programm einen Pentium II
ohne ECC vorfindet, der mit 300 MHz luft, gibt es eine Alarmmeldung
aus.

Falls Sie einen geflschten Prozessor entdecken, bitte wir um
Rckmeldung unter http://www.heise.de/ct/p2poll/.

Pentium-II-Deschutes-Prozessoren ab 333 MHz arbeiten immer mit ECC,
hier gibt dann leider keine Mglichkeit, etwa einen geflschten
350er von der billigeren 333-MHz-Version zu unterscheiden.

ctP2Infw fr Win95 ermittelt auerdem die Bustaktfrequenz und das 
eingestellte Verhltnis zwischen Bustakt und Prozessortakt. So knnen 
Sie auch berprfen, ob Ihr Pentium-II-System korrekt gejumpert ist. Bei
anderen Prozessoren auer Pentium-II bricht das Programm nit einer
Fehlermeldung ab.


Fragen, Anregungen, Kritiken => Andreas Stiller, as@ct.heise.de

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c't oder Andreas Stiller sind nicht verantwortlich fr mgliche Datenverluste
oder Schden, die durch Ausfhren des Programmes verursacht werden.
Es ist erlaubt, das Archiv zu vertreiben, solange das Programm und die
enthaltene Dokumentation unverndert bleibt.
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