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Cancun


Und dann kam die wohlverdiente Erholung. Sommer, Sonne, Palmen und Meer. Und weißer Sand! Man kann sich genaugenommen fast nicht vorstellen WIE weiß der Sand ist, der besteht nämlich aus gemahlenen Korallen... und da er deshalb von feinsten Poren durchzogen ist, hat er auch "Air Condition"... Es ist wirklich verblüffend, aber er bleibt auch bei der größten Hitze angenehm kühl! Paradiesisch!
Cancun selbst ist eine Ansammlung riesiger, ziemlich teurer Hotels, die den gesamten Strand "blockieren". "Blockieren"? Nicht wirklich! Denn in Mexico ist der gesamte Strand Eigentum des Staates und der Zugang muß jedem erlaubt werden. Bernhard und ich stiegen also in einem billigen Hotel in Cancun Stadt ab, fuhren jeden tag mit dem Shuttlebus zum Strand, ließen uns dann von livrierten Dienern die Türen zu Luxushotels aufhalten... und spazierten durch zum Strand...
Es  gab auch keine Probleme, als wir die Hotelduschen benutzten und wir hätten sicher auch ohne Probleme im Pool baden können. Einmal herinnen, weiß ja keiner, daß wir keine Gäste sind... Was für ein Luxus! Und sogar in der Nachsaison viel los! Ein Typ am Strand wollte uns unbedingt einen Jetski vermieten (zu 500 S pro halber Stunde!), und probierte wirklich alles. Wo wir hersind... Austria... Yes, I know Austria! Where in Austria?... Linz... Yeah, I know Linz!... (so ein blöder Schmäh, nie und nimmer, der will uns nur einwickeln)...Ahhh *grin* you know Linz?... Yeah, my girlfriend is from Urfahr! Wenn man nun weiß, daß Urfahr ein Teil von Linz ist, wird klar, wieso ich bei DER Antwort SEHR verblüfft war. Ich mietete trotzdem nichts. Die Welt ist ein Dorf...

 
Und so lagen wir also zwei Tage lang am Strand, badeten, schlürften Trinkjoghurt (das ist DAS Erfrischungsgetränk + Jause in einem in diesem Klima!!!) und taten im wesentlichen nichts. Einmal wurden wir vom Regen am Strand erwischt und gingen halt in Ermangelung eines Unterstandes schwimmen. Das Wasser war wenigstens wunderbar warm und naß wären wir sowieso geworden. Ach ja, und einmal glaubte ich, eine Haifischflosse zu sehen, was natürlich für etwas Abwechslung und eine eilige Flucht aus dem Wasser meinerseits sorgte. Am Abend gingen wir ins Kino und ich sah mir (RIESENFEHLER) "Speed 2" gleich zum zweiten Mal an...und schlief prompt dabei ein... Ansonsten tat sich nichts spektakuläres... und nach drei Tagen wurde es mir rastlosem Geist dann zu langweilig (Bernhard nicht).

Tulum


Also stieg ich halt alleine in den Bus und fuhr in das eine gute Autobusstunde südlich von Cancun gelegene Tulum, eine Mayaruinenanlage, die sich weniger durch ihre Größe, als vielmehr durch ihre einmalige Lage am Meer auszeichnet. Außerdem war sie  die letzte Zuflucht rebellischer Mayas im letzten großen Indianeraufstand 1871. Tulum ist die einzige bekannte Stadt der Mayas mit einer Stadtmauer!
Hier in Tulum habe ich keinen einzigen Chac gefunden dafür aber viele Darstellungen eines Gottes, der von der Literatur als Bienengott, oder in das Meer tauchender Gott (oder vielleicht ins Meer tauchender Bienengott... ;-)) beschrieben wird. Wie auch immer... Eine weitere Attraktion von Tulum ist weit weniger kultureller Natur: Nämlich ein (ziemlich überfüllter) kleiner Badestrand in an und für sich unglaublich romantischer Lage unmittelbar zu Fuße der Klippen, auf denen die Ruinen stehen. Daß das Wasser dort kristallklar und "himmelblau" ist, muß ich wohl nicht dazusagen...
Außerdem hatte ich noch einmal Gelegenheit, einige prächtige Iguanas näher ins Auge zu fassen. Vor allem der links war wirklich ein ziemlicher Brocken, ganz schön respekteinflößend... und doch total friedlich. Als ich ihm zu nahe kam kriegte er die Panik und haute einfach ab...
Und so war schließlich das Ende unseres Mexico Aufenthaltes gekommen. Zufälligerweise fiel es auch mit dem Ende meines sauberen Gewandes (sofern nach einigen tagen im Dschungel noch irgendetwas sauber ist) zusammen, kam also von dem Standpunkt aus betrachtet ganz gelegen. Andererseits war es natürlich schon verdammt schade, einfach heimzufliegen. Aber was will man machen...

Ich beschloß jedenfalls, irgendwanneinmal wiederzukommen!

Seite zuletzt bearbeitet am  19.1.2000 von Christian