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Skye - Der Süden


Wenn man heutzutage auf die Insel Skye kommt, so meistens über die (im allgemeinen sehr ungeliebte) Brücke zwischen Kyle of Lochalsh (Britisches Festland) und Kyleakin (Skye). Aber obwohl die Romantik der alten Fähre natürlich verlorengegangen ist, finden man auf Skye damals wie heute gottseidank kaum Massentourismus. Skye, das sind noch etwas schroffere, noch etwas höhere Berge, noch etwas grünere Hügel als im Rest von Schottland. Man könnte sagen, Skye ist ein Destillat dessen, was die Reize Schottlands ausmacht. Pur und klar, aber auch etwas rauchig. Wie ein guter Whisky. 
Und am Anfang erlebten wir auch Skye bei "Schlechtwetter", was aber auch, wie man sieht, seine guten Seiten haben kann. Bei den herrschenden Lichtverhältnissen, bei den immer wieder hervorblitzenden Sonnenstrahlen zwischen dunklen Wolken, war es fast unmöglich, schlechte Fotos zu machen. Ausgangspunkt unserer Streifzüge durch das südliche Skye war dabei übrigens ein B&B Quartier bei einem alten Schäfer-Ehepaar mitten in der Einschicht etwas westlich von Broadford... Alle Fotos hier wurden irgendwo zwischen Broadford und Talisker (ganz im Westen) aufgenommen...
Was gibt es sonst noch über Skye zu sagen? Vom geologischen Standpunkt her bertrachtet besteht die Insel zur Gänze aus rund 70 Millionen Jahre altem Vulkangestein und zählt damit zu den jüngsten Inseln Schottlands (was auch die Schroffheit erklärt, hier wurde von Wind und Wetter eben noch nicht alles glattgschliffen). Ach ja, und Geschichtsliebhaber mag es interessieren, daß Bonnie Prince Charlie (der 1745 in Schottland für die Stuarts eine Rebellion anzettelte) sich nach seiner endgültigen Niederlage in Frauenkleidern auf die Insel Skye flüchtete...
Tja, schließlich begann das Wetter auf jeden Fall aufzuklaren (auch nicht schlecht...) und wir begaben uns auf eine Wanderung in den Mittleren Westen von Skye. Der Weg führte dabei in bester britischer Tradition (der "Coastal Footpath" führt schließlich rund um ganz (!) Großbritannien) entlang der Küste auf eine Lanzunge hinaus und war ansich recht gemütlich und flach...
Hier sollten wir aber erstmals eine Erfahrung machen, die wir in den nächsten zwei Wochen immer wieder bestätigt fanden. Schottland besteht aus einer Mischung von Schafen und Wasser. Schafe sind überall... und Wasser auch. Vor allem auch dort, wo man nicht mit Wasser rechnen würde! Was für eine schöne saftige Wiese! Denkste, ein Sumpf! Korrektur: Ein Sumpf mit Schafen! Denn die (zugegeben entzückenden) Biester sinken entweder nicht ein (vier Haxen sind also doch manchmal ein Vorteil), oder aber es ist ihnen einfach egal. Mir war es nicht ganz so egal, als ich mich für ein Foto auf sie anpirschte und plötzlich nasse Füße hatte.

Man lebt und man lernt...

Nun leben aber in Schottland nicht nur Schafe, sondern natürlich auch die berühmten Angus, oder Hochlandrinder. Und selbst wenn man die auch manchmal bei irgendeinem Bauern in unseren Breiten sehen kann, so wirken sie in ihrer heimatlichen Umgebung doch noch ganz anders. Einmalig wird die ganze Geschichte aber, wenn man Angusrinder bei wolkenlos strahlend blauem Himmel vor einer Bergkulisse erwischt. Ich war jedenfalls ganz begeistert

 


 
Man hätte sich natürlich im Süden von Skye noch sehr viel mehr anssehen, noch viel mehr Zeit mit Wandern, Photographieren und Zeichnen verbringen können, aber wir waren doch auch neugierig auf den Norden. Dort sei die Landschaft noch großartiger (damals schwer vorstellbar...), hieß es. Na ja, mal sehen...

Wir fuhren also richtung Norden zu unserem nächsten Quartier in Portree (rechts die Karte gibt ganz gut Aufschluß darüber, was sich wo befindet... natürlich anklicken, für Details!).


 
 


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Seite zuletzt bearbeitet am 11.2.2000 von Christian